Das Jahresprogramm der Galerie im Alten Bau

Das Jahresprogramm der Galerie im Alten Bau

 

Der Kunst und Geschichtsverein und die Stadt Geislingen präsentieren 2024 folgende Kunstausstellungen und Veranstaltungen in der Galerie im Alten Bau.

25.02.2024 bis 01.04.2024: „Grüngutplatz“ – eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von Domenik Gebhardt, Hanna Jo, Kevin Kolland, Lorenzo Mastrosimone
Kevin Kolland
und Domenik Gebhardt bildeten aus ihrem Studium an der Merz Akademie heraus das Kollektiv KoGe. Sie erhielten bereits das Stipendium des Landkreises Esslingen und eine Einladung zu einem künstlerischen Aufenthalt in Bschlabs, Österreich. Kolland studierte u.a. am College for Fine Art Photography & Multimediaart in Graz und an der Universidade Europeia, Lissabon. Gebhardt, der in Geislingen lebt, erhielt den Schubart-Preis sowie das Aufenthaltsstipendium der Lily-Keller-Stiftung, Thusis (CH). Seit ihrem Zusammenfinden entstehen aus Gesprächen, gemeinsamen Fragestellungen und Experimenten im Bereich Bildfindung, Fotografie, Perspektive teilweise skulpturale Installationen im Aussen- und Ausstellungsraum. Meist auch mit einem Fokus auf das Thema Landschaft und Biodiversität.

             

Hanna Jo, 1991 in Südkorea geboren, studiert seit 2019 an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, bei Katrin Plavčak, Alessia Schuth und Ivan Zozulya, Mariella Mosler sowie Volker Lehnert. Menschen werden in ihren Arbeiten in ausdrucksvollen Formen dargestellt, die Jo helfen, sich auf Emotionen und Gedanken statt auf den bloßen äußeren Schein zu konzentrieren.

Lorenzo Mastrosimone, 2000 in Geislingen geboren, studiert seit 2020 Kunst an der staatlichen Akademie der Bildende Künste Stuttgart bei Volker Lehnert und Udo Koch; 2021 fertigte er eine Wandmalerei für die Stadt Geislingen zur Eröffnung des Schubart-Pfads an. In zurückgenommenen Zeichnungen und Malereien hält er Erinnerungen fest und rekonstruiert Emotionen.

14.04.2024 bis 20.05.2024: Dieter Breitschwerdt – Objekte, Assemblagen

Dieter Breitschwerdt, 1945 in Geislingen geboren, lebt und arbeitet in München. 1970 begann sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Karl Fred Dahmen. Er war Meisterschüler und wurde mit einem Akademiepreis geehrt. Bekannt wurde er durch seine seriellen Objekte und Assemblagen. Seine Arbeiten finden sich u.a. in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, der Pinakothek der Moderne sowie in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München. Die Bearbeitung von Fundstücken und Materialien des alltäglichen Lebens, etwa durch Erweiterungen, Akkumulationen, Eingriffe usw., führt in seinen Arbeiten zu einer Loslösung der Ausgangsmaterialien aus dem Kontext ihrer vertrauten Funktion. So entstehen neue eigenwillige ästhetische Formen, die auch neue inhaltliche Ebenen eröffnen.

09.06.2024 bis 14.07.2024: Sibylle Möndel und Denise Moriz – Lasur Struktur Figur
Sibylle Möndel,
1959 geboren in Stuttgart, ausgebildet bei Prof. Hans K. Schlegel, ist u.a. Mitglied beim Bundesverband BBK und beim BBK Karlsruhe; sie erhielt für ihr Werk Preise und Förderungen, darunter zweimal den 1. Preis des Mainzer Kunstpreises Eisenturm, den Förderpreis „Kultur der Regionen“ Lorenz & Company sowie das Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst oder die Projektförderung durch die Sparkassen-Versicherung. „In der Folge Pflanzungen bezieht sich Sibylle Möndel auf ein Bildmotiv (…). Als Symbol für den Wiederaufbau (…) zierte die Figur einer Baumpflanzerin (…) die Bildseite des 50-Pfennig-Stückes. (…). Sinnbildhaft sollte auf diese Weise den sogenannten Kulturfrauen Respekt gezollt werden, die gewissermaßen als Trümmerfrauen des Waldes nach 1945 die von Krieg und Kriegswirtschaft stark dezimierten Wälder wieder aufgeforstet hatten.“ C. Ottnad

Denise Moriz, geboren 1959 in Lörrach, studierte Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste sowie Germanistik an der Universität Stuttgart; 1989 erhielt sie das Auslands-Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst; seit 1991 ist sie als Kunsterzieherin am Gymnasium und freischaffend tätig. Die Serie von Moriz mit Porträts oder Bildern von Zeitgenossen entstand zu Beginn von Corona im Lockdown, als Begegnungen mit Menschen plötzlich rar wurden und die Bedeutung von Inspiration durch einzelne Persönlichkeiten noch offensichtlicher wurde. Bei der Darstellung der Personen spielen einerseits Farbkombinationen eine Rolle, andererseits wird das Streben, die Personen in ihren Proportionen wiedererkennbar darzustellen, wichtig.

Lesung von Doris Vogel: 27.06.2024, 19.30 Uhr
Der Kunst- und Geschichtsverein, die Stadtbücherei die VHS Geislingen laden am 27. Juni 2024, um 19.30 Uhr, zu einer öffentlichen Lesung der in Eislingen lebenden Künstlerin und Lyrikerin Doris Vogel in der Galerie im Alten Bau ein. Sie wird ihren Debütlyrikband „Dieses Buch gehört dem König 2.0“, der in der Edition Klöpfer bei Kröner erscheint, vorstellen. Dieses Buch widmet sich dem wohl größten Mythos des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von der Biografie Elvis Presleys, hat Vogel Gedichte verfasst, die das Leben des prototypischen Popstars von der Geburt bis über den Tod hinaus reflektieren.

Manuel Kolip – Szenographische Malerei: 22.09.2024 bis 27.10.2024
Manuel Kolip, 1986 in Ravensburg geboren, studierte Szenographie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Dabei beschäftigte er sich auch intensiv mit Trickfilm. 2013 diplomierte er mit dem Trickfilm „Das Geschenk“, der unter anderem beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart gezeigt wurde. Ab 2012 war er als Bühnenbildassistent am Staatstheater Karlsruhe engagiert und gestaltete in dieser Zeit u.a. Bühnenbild und Videos für „Spamalot“. Seit 2015 arbeitet Kolip als selbständiger Bühnen- und Kostümbildner und auch als Videodesigner an Theatern und Opernhäusern im deutschsprachigen Raum. Seit 2019 beschäftigt sich Kolip parallel zu seinen Arbeiten am Theater wieder verstärkt mit der Malerei. Im September 2021 eröffnete er in der Karlsruher Innenstadt die Galerie OH. Kolip arbeitet in seiner Malerei oft nach Motiven, die er im Alltag an einem konkreten Ort wahrnimmt. Motive, die alltäglich zu sein scheinen oder sich in einem bestimmten Moment dort abzeichnen können: wichtig sind formale Übereinstimmungen oder Brüche – auch zu Geislingen sind Arbeiten entstanden.

Die Eröffnung der Weihnachtsausstellung ist für den 06.12.2024 geplant.

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