Das Ausstellungsjahr 2022 im Alten Bau

Das Ausstellungsjahr 2022 in der Galerie im Alten Bau 

6 Kunstausstellungen und die Weihnachtsaussstellung werden in diesem Jahr in der Galerie im Alten Bau zu sehen sein, sofern es die Corona-Pandemie zulässt.
Aktuelle Informationen und Änderungen kann man folgenden Homepages entnehmen: www.stadtmuseum-geislingen.de und www.kgv-geislingen.de

Gert Wiedmaier: Übersicht mit Aussicht – bearbeitete Fotografien u.a. von Geislingen: 20.02. bis 20.03.2022; Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Gert Wiedmaier studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, etwa das Atelierstipendium des Landes Baden-Württemberg, die Landesgraduiertenförderung, das Stipendium der Cité Internationale des Arts, Paris. In seinem ortsbezogenen Projekt „Übersicht mit Aussicht“ nähert er sich fotografisch, situativ Geislingen an. Sein Blick fällt dabei auch auf unbedeutende, periphere Orte in dieser Stadt, auf Zwischenräume, abgelebte Architekturen, leere Plätze, diese stehen dann in Verbindung mit Bekanntem und Historischem im Stadtraum. Durch die Hinzunahme von  Arbeiten aus anderen Projekten wird ein Dialog zwischen Geislingen und diesen Orten hergestellt. Die Fotografien werden auf unterschiedliche Weise bearbeitet, überarbeitet, dass sie teilweise verschwinden, unscharf und unfassbar werden oder gestört, entfremdet erscheinen, dadurch entsteht auch eine Distanz zum Gesehenen.

Abi Shek – Tierbilder: 03.04. bis 01.05.2022;

Abi Shek wurde in Rehovot, Israel, geboren; er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; für sein Werk wurde er mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, etwa mit dem Kunstpreis der Johann-Isaak von Gerning-Stiftung, der Atelierförderung der Stadt Stuttgart, dem Auslandsstipendium, dem Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg. „Aus Israel hat Abi Shek seine Tiere mitgebracht: Vom Kibbuz nach Stuttgart. Seine Tiergestalten sind aus Holz (Holzschnitte), Tusche und Metall. Und sie wecken atavistische Sehnsüchte und Ängste. Die lebensgrossen Tuschezeichnungen erzählen vom Fressen und Gefressenwerden, von Jägern und Gejagten. Als junger Mann war Abi Shek Viehhirte. Die Tiere lassen ihn so wenig los wie den Betrachter. Sie wirken wie die vergessenen Gefährten der Geschichte der Menschen.“ Michael Unger, ARTE

 

Hannah J. Kohler und Michael Schramm – Begegnung von Schubartpreisträger*innen: 29.05. bis 26.06.2022;

                                                                           

Hannah J. Kohler, 1997 in Geislingen geboren, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freie Kunst. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem Begriff der Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander und dem Hinterfragen von verschiedenen Erscheinungsformen der Weiblichkeit. Sie entwickelt Fotoserien, Zeichnungen und Mixed Media Installationen, die u.a. im UG des Museum Folkwang in Essen, dem Kunstverein Konstanz, im fructa space in München und der Galerie Kernweine in Stuttgart gezeigt wurden.

Michael Schramm wurde 1992 in Geislingen geboren und studierte Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, er erhielt wichtige Preise und Stipendien, so z.B. das Atelierstipendium (Landkreis Esslingen), den Walter-Stöhrer-Preis für Grafik der Walter-Stöhrer-Stiftung und, wie Hannah J. Kohler eben auch, den Schubart-Preis. „Die Linien meiner Zeichnungen gehen nicht spazieren. Sie laufen hin und her und auf und ab. Als schwämmen sie. Auch in Kurven. So wie die Kurve der Silhouette des Fußes …“ Michael Schramm

„Ohne Kultur wird’s still”, aber „Mit Musik wird’s laut”: 17.07. bis 14.08.2022;

                                                    
Eine Aktion der Musikschule Geislingen, mit dem      Künstlerehepaar Mathias und Kathrin Baumann       aus Bad Ditzenbach und einer Komposition von Martin Rosengarten.
Strukturwandel, Rationalisierung, Missmanagement und natürlich der Onlinehandel sind die Schlagworte der vergangenen Jahre. Die Corona-Politik der letzte Akt? Mit der Musikschule Geislingen, Mathias und Kathrin Baumann und einer Komposition von Martin Rosengarten kommt Leben in die Bude! „Ohne Kultur wird’s still”, aber „Mit Musik wird’s laut”. Es kommt hier zu einer eindrücklichen Begegnung von Musik und Malerei, Video und Grafik, Bewegung und Stillstand. Und natürlich Live-Musik zur Vernissage. Diese musikalisch-künstlerische Aktion wird durch das Albwerk Geislingen unterstützt.

Annemarie Moddrow-Buck und Uwe Schäfer – Landschaftsmalereien aus verschiedenen Zeiten: 11.09. bis 09.10.2022;

     

diese Ausstellung wurde aus dem Jahr 2021 coronabedingt verschoben. Annemarie Moddrow-Buck studierte in den 1930er- und 40er-Jahren an den Kunstakademien in Stuttgart und München. Als Studentenführerin organisierte sie Kunstausstellungen zeitgenössischer Maler*innen mit Bildwerken der als „entartete Kunst“ diffamierten Moderne, deshalb wurde sie vom sogenannten SD bedroht. 1951 erhielt sie den Preis der Jugend und setzte ihr Studium in Stuttgart fort. Die Verbindung aus inneren Bildern und äußeren Naturobjekten wurde in ihrer Kunst zur Hauptmotivation. Auch Uwe Schäfer studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und erhielt wichtige Preise und Stipendien, darunter den Manfred-Henninger-Preis und das Landesgraduiertenstipendium Baden-Württemberg. Schäfer geht in seinen Bildern von der eigenen Naturbeobachtung und -empfindung aus und malt im Atelier Landschaftsanalogien. Fotos und Projektionen von realen Pflanzen bilden den Formenvorrat für seine Bilder. Man hat den Eindruck, dass die Unfassbarkeit der Landschaft das Thema dieser Bilder ist.

Konrad Hummel – Abgesang – Malerei & Grafik: 16.10. bis 13.11.2022;

auch diese Ausstellung wurde aus dem Jahr 2021 coronabedingt verschoben. 

Im Rahmen dieser Ausstellung werden Auszüge aus der neuen Serie „Abgesang“ des Göppinger Künstlers Konrad Hummel gezeigt. Hummel studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; seit Ende der 1970er-Jahre erhielt er zahlreiche

bedeutende Preise und Stipendien; seit den frühen 1980er-Jahren werden seine Arbeiten im In- und europäischen Ausland ausgestellt, zwischen 2002 und 2007 hatte er mehrere Lehraufträge und Vertretungsprofessuren an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen inne. In Hummels Arbeiten geht es um ein einzigartiges, im weitesten Sinne existenzielles Raumerleben. „Raum und Klang“ ist eines der großen Themenfelder Hummels, dem er mehrere Bildreihen widmete. „Abgesang“ heißt seine aktuelle, mit bislang über 200 Arbeiten umfangreichste Reihe. Zu dieser Ausstellung erscheint der bibliophile Kunstblick #3 des Kunst- und Geschichtsvereins.

Die Eröffnung der Weihnachtsausstellung ist für den 02.12.2022 geplant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.