Druckgrafik im Alten Bau

Druckgraphik im Alten Bau  vom 12. September bis 10. Oktober 2021

Unsere 1. Ausstellung nach der kurzen Sommerpause

Diese Ausstellung war eigentlich fürs Frühjahr 2020 vorgesehen, musste aber coronabedingt verschoben werden.

Vom 12. September bis 10. Oktober 2021 stellt nun Karin Brosa Druckgraphiken in der Galerie im Alten Bau in Geislingen aus. Brosa studierte Freie Graphik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Volker Lehnert und Prof. Cordula Güdemann; seit 2019 ist sie Künstlerische Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Philipps-Universität Marburg. Brosa erhielt zahlreiche Preise, Förderungen und Stipendien, etwa das Erasmus-Stipendium an der Accademia di Belle Arti di Brera, das Stadtmaler-Stipendium der Stadt Gaildorf oder den „Kunstpreis Ereignis Druckgraphik 6“ des BBK Leipzig. Ihre Arbeiten werden seit vielen Jahren in Deutschland, Frankreich und Österreich gezeigt.

20° Baumé – Druckgraphik von Karin Brosa ist der Titel der Ausstellung. Mit 20° Baumé wird die Säurestärke der Eisen-III-chlorid-Lösung bezeichnet, mit der die Kupferplatten bei der Radierung geätzt werden.
„Ausgangspunkt von Karin Brosas Arbeiten sind Motive aus ihrer Umgebung, vertraute Motive, die sie interessieren und beschäftigen, denen sie sich dann meist erst zeichnerisch nähert, ebenso wie Bildzitate oder Zeitungsberichte. Ihre Graphik zeigt pointierte Zeit- sowie Gesellschaftskritik und gibt verrätselt Autobiographisches preis. In ihre Motivwelt nimmt Brosa Zitate aus der Kunstgeschichte auf und erweitert damit das Feld an Interpretationen. Daneben bedient sie sich eines Repertoires an menschlichen Hauptdarstellern, welche für die Darstellung ihrer vieldeutigen Bildinhalte in immer neue Zusammenhänge gebracht werden. Auf bestimmte Aussagen lässt sich die Kunst Karin Brosas nicht festlegen, denn zu viel Widersprüchliches liegt in den Bedeutungsebenen ihrer motivischen Zusammenhänge verborgen und lässt schnell einen vermeintlich sicheren Boden an Sinnzuschreibungen wieder verlieren. Die Künstlerin forscht vielmehr nach wertvollen Fragen, die jedoch gar nicht so einfach zu stellen sind.“
Reinhold Weinmann, 2015

Am Sonntag, dem 12. September 2021, 11.00 Uhr, wird die Ausstellung von Dr. Miriam Régerat-Kobitzsch, Leiterin des Museums und der Galerie im Alten Bau, mit einem Künstler*innengespräch eröffnet.

Der aktuellen Corona-Landesverordnung (16.08.2021) zufolge ist ein Besuch der Ausstellungseröffnung uneingeschränkt möglich. Voraussetzung für einen Galeriebesuch ist die „3 G“-Regel (nur mit Geimpften-, Genesenen- oder Getestetennachweis). Es gelten die aktuellen Hygiene- und Coronaregeln, wobei kurzfristige Änderungen möglich sind.

Wir halten Sie auf unserer Homepage hierzu aktuell informiert.

Stefan Renner

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