Räumliche Spiegelbilder von Martina Schumacher

Martina Schumacher: Folienbild

Die Galerie im Alten Bau zeigt ab dem 18. März Arbeiten von Martina Schumacher. Die 1972 in Geislingen geborene Martina Schumacher konnte der Kunst- und Geschichtsverein für die nächste Ausstellung in der Galerie im Alten Bau gewinnen. Sie machte am Michelberg-Gymnasium ihr Abitur und absolvierte eine Goldschmiedelehre bei Rudolf Dentler in Ulm. Anschließend studierte sie an der Universität der Künste in Berlin bei Georg Baselitz und am Royal College of Art in London. 2002 wurde sie Meisterschülerin von Georg Baselitz. Von 2003 bis 2005 erhielt sie den Meistermann-Preis und das Postgraduierten Stipendium.

Die um 2009/10 entstandenen Tinten-Spiegelbilder bestehen aus beweglichen Stahlformen von einigen Zentimetern Höhe, die mit Hunderten von Litern Tinte gefüllt sind. Sie reflektieren das Licht der Gestaltungselemente und Personen, die den Raum bestimmen. Die Künstlerin bezeichnet sie deshalb als „räumliche Spiegelbilder“. Die verwendeten Farbpools vermitteln Klarheit und Ruhe. Auf die Frage nach der akuten Stille, die ihre Arbeiten erfüllt, erläutert sie: „Im Großen und Ganzen geht es mir darum, Konzentrationsräume zu schaffen“.

In der jüngeren Werkgruppe der Folienbilder komponiert Schumacher farbige Kunststoffstreifen zu fragilen Gebilden mit einer choreografischen Qualität. Der Kunstverein Bochum hat ihre Arbeit folgendermaßen charakterisiert: „Das Schaffen Martina Schumachers kann beschrieben werden als ein Weiterdenken von Malerei über hergebrachte Festlegungen von Material und Medium hinaus“.

Schumacher hat weltweit an Ausstellungen teilgenommen, u. a. Museum Bochum, Temporäre Kunsthalle Berlin, Kunstverein Arnsberg, Kunstverein Bochum, Wilhelm Hack Museum in Ludwigshafen, Mehdi Chouakri Gallery in Berlin und Lombard-Freid Fine Arts in New York. Die Arbeiten der Künstlerin sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 18. März, um 11 Uhr in der Städtischen Galerie im Alten Bau. Zur Begrüßung spricht Roland Funk, Vorsitzender des Kunst- und Geschichtsvereins Geislingen, der Ausstellungsleiter des Vereins Stefan Renner führt in die Werke ein. Die Künstlerin wird anwesend sein. Die Ausstellung wird bis zum 15. April gezeigt, sie ist dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sie wird von der Firma Schlötter unterstützt.

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