Kunst- und Geschichtsverein

Kunst- und Geschichtsverein

Der Kunst- und Geschichtsverein Geislingen hat jüngst in seiner Hauptversammlung ohne Gegenstimme eine neue Satzung beschlossen. Sie strukturiert die Vereinsarbeit besser, indem sie Vorstandsmitglieder, Beiräte und Ausschüsse konkreten Aufgabenbereichen zuordnet. Außerdem werde die (Finanz-) Planung klar geregelt, erläuterte Vorsitzender Roland Funk. Alle Funktionsträger wurden einstimmig gewählt oder berufen. Vorstände sind, bzw. bleiben: Roland Funk (Verwaltung), Harald Kaiser (Finanzen), Domenik Gebhart (Kunst und Kultur), Hartmut Gruber (Geschichte, Denkmalschutz und Heimatpflege); Roderich Schmauz (Öffentlichkeitsarbeit). Die Beiräte: Walter Klenk (Fahrtenleiter); Stefan Renner (Ausstellungen); Annika Grüner und Ulrich Katzer (Galerie im Alten Bau); Walter Klenk und Elke Staudinger (Museum im Alten Bau); Annika Grüner, Dr. Jörg Mühlhäuser und Bernhard Stille (Siechenkapelle); Dr. Hansjürgen Gölz (Geschichte und Denkmalpflege); Dr. Karin Eckert und Siegfried Pulvermüller (Verwaltung).

In seinem Rückblick hatte Funk zuvor den Albwerk-Preis für die Siechenkapelle und die erweiterte Neuauflage von Bernhard Stilles Buch über die Esten in Geislingen als „Highlights“ im Vereinsjahr 2023 hervorgehoben. Die frühere Museumsleiterin Miriam Régerat-Kobitzsch, die ans Haus der Geschichte in Stuttgart gewechselt ist, berichtete von 800 Museumsbesuchern im Alten Bau – Tendenz wieder steigend, aber noch unterm Vor-Corona-Niveau mit 1400. Fast 1700 Besucher schauten sich die Kunstausstellungen in der Galerie im Alten Bau an, allein 563 kamen zur Gedenkausstellung für den weitgehend unbekannt gebliebenen Geislinger Künstler Robert Stubner (1911 – 2011); über 100 seiner Arbeiten wurden verkauft, der Erlös von 5000 Euro kam einem guten Zweck zugute. 1136 Besucher sahen sich die 38. Weihnachtsausstellung an. Sehr zufrieden zeigten sich die Zuständigen über das Interesse an der Siechenkapelle als Besichtigungs- und Ausstellungsort.

Auf 60 000 Euro summierten sich 2023 die Einnahmen sowie die Ausgaben und Rücklagen des Vereins, wie Harald Kaiser erläuterte. Hauptposten waren die Kulturfahrten. Ausgaben und Einnahmen für Buchpublikationen, Zuschüsse, namhafte Spenden und die Mitgliedsbeiträge waren weitere wichtige Positionen im ausgeglichenen Jahresetat. Der Verein unterstützt die Umgestaltung des Heimatmuseums mit Jahresraten von 2000 Euro. Walter Klenk und Stefan Renner erläuterten die Planungen fürs laufende Jahr (wir berichteten) und machten Appetit auf besondere Veranstaltungen – sei es im Juni die Lesung der hochgelobten Eislinger Lyrikerin Doris Vogel, oder der Vortrag des renommierten Historikers Götz Aly zur WMF zu Beginn des „Dritten Reichs“. Eine mehrtägige Kulturfahrt führt Mitte Juli zu den Weltkulturerbestätten in Sankt Gallen und auf der Reichenau sowie zur Großen Landesausstellung in Konstanz.

Rund 40 der über 350 Vereinsmitglieder verfolgten die harmonische Hauptversammlung, sie sparten nicht mit Dank und Lob für die geleistete Arbeit. Die umfangreiche Tagesordnung war bereits nach eineinhalb Stunden abgehakt.                                                                  rod

 

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