Hauptversammlung gut besucht

Hauptversammlung gut besucht

Die rund 40 Mitglieder, die zur Hauptversammlung gekommen waren, zeigten sich ebenso wie die Vorstände sehr zufrieden angesichts des großen und vielfältigen Pensums, das der Kunst- und Geschichtsverein Geislingen im vergangenen Jahr bewältig hat. Und die Programmplanung 2026, die auch mit ungewöhnlichen Projekten aufwartet, weckt  Erwartungen. Dazu zählt der von Hartmut Gruber kurz erläuterte Plan, eine Altstadtgenossenschaft zu gründen, mit dem Ziel, durch finanzielle Beteiligung der Bürger denkmalgeschützte baufällige Gebäude aufzukaufen, herzurichten und zu vermarkten (wir berichteten). Der frühere Stadtarchivar informierte zudem über den aktuellen Stand im Bemühen, das Gefallenenmahnmal bei der Martinskirche zu restaurieren. Das Denkmalamt fordert dies nachdrücklich und schätzt den Aufwand auf 5000 Euro. Es gibt  Bemühungen, die Kirchengemeinde bei dieser Aufgabe finanziell zu unterstützen.

Ein weiteres Projekt betrifft eine Gedenkstele, die für den von den Nationalsozialisten am 27. Mai 1942 erhängten polnischen Zwangsarbeiter Jan Budzyn am Hinrichtungsort errichtet werden soll. Der erst 16-Jährige wurde, wie Dr. Hans-Jürgen Gölz erläuterte, am Wald, zwischen Weiler und Schalkstetten, öffentlich exekutiert.

Zunächst hatten die Vorstandsmitglieder das vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Der Verein zählt aktuell 337 Mitglieder, berichtete Roland Funk. Er machte unter anderem darauf aufmerksam, dass die Stelle eines Hausmeisters für den Alten Bau ausgeschrieben ist. Er erinnerte an den Vereinsstammtisch, der in der Regel an jedem ersten Dienstag im Monat ab 19 Uhr in der Altstadtkneipe „Spitze“ stattfindet.

Zur Fotoausstellung von Peter Schiele kamen 725 Besucher in die Siechenkapelle und spendeten über 750 Euro, freute sich Annika Grüner, die dieses Denkmal betreut. Für dieses Jahr habe sich noch kein an einer Ausstellung Interessierter gemeldet.

Für Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Philipp Lintner stand das Jubiläum 175 Jahre Geislinger Steige im Mittelpunkt. Das Museum besuchten 1877 Personen, doppelt so viele wie im Jahr davor. Zugpferd war das große Steigemodell, das dank ehrenamtlicher Arbeit wieder zum Laufen gebracht wurde. Sehr gut besucht war auch die Weihnachtsausstellung zu „Geislingen im Modell“. Ab der Saisoneröffnung am 25. April wird im Museum eine Sonderausstellung zu historischem Spielzeug zu sehen sein.

Die vier Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst wurden von 1656 Interessierten besucht. Ausstellungsleiter Domenik Gebhardt erläuterte, welche ungewöhnlichen Präsentationen in dieser Saison geplant sind. Er ist zudem mit federführend bei der Neugestaltung der Website des Vereins.

Stefanie Nahler berichtete kurz darüber, dass nun zum dritten Mal ein Kooperationsprojekt mit der Uhlandschule anläuft, bei dem Schüler an bildende Kunst und das Museum herangeführt werden, um dann selbst kreativ zu werden.

Fahrtenleiter Walter Klenk machte Appetit auf die Exkursionen, die er in diesem Jahr organisiert: Drei Halbtagesfahrten nach Schwäbisch Gmünd (Schulmuseum; Salvator) und Ulm (historische und moderne Architektur). Eine Dreitagesfahrt im Juli hat Nürnberg als Ziel – die historische Stadt mit ihrer Unterwelt, die Spielzeugstadt und die Stadt der Reichsparteitage und der Nürnberger Prozesse.

Bei einem Jahresetat von rund 50000 Euro erwirtschaftete der Verein ein kleines Plus, resümierte Harald Kaiser zufrieden. Die Kassenprüferinnen attestierten ihm eine tadellose Arbeit.                                                                                                Roderich Schmauz

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.