Der Kunst- und Geschichtsverein und die Stadt Geislingen präsentieren im Ausstellungsjahr 2026 folgende Veranstaltungen und Ausstellungen in der Galerie im Alten Bau.

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01.03. – 06.04.2026: Edda Jachens: Aquarelle und Arbeiten mit Graphit – ein Spannungsbogen
Edda Jachens studierte Freie Kunst an der Muthesius-Hochschule Kiel; sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, etwa das DAAD Stipendium, das Otto-Flath-Stipendium (Bad Segeberg), das der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Bremerhaven (Künstlerhaus Edenkoben) u.a. Die Ausstellung zeigt die frühen, reduzierten und scharfkantigen plastisch-räumlichen Graphitarbeiten zum ersten Mal in Gegenüberstellung mit den zu den Seiten hin hell werdenden und ausblühenden Aquarellen.
19.04. – 25.05.2026: Exhibition, Contemplation, Production
Die Ausstellung stellt den lebendigen, gemeinsamen Prozess des Lernens in den Mittelpunkt. Die Ausstellung hat zwei Eröffnungen: eine zu Beginn und eine, die das Ende des Prozesses markiert. Ausgehend von Arbeiten ihrer eigenen Professsoren/innen werden Studierende der Merz Akademie ihre eigenen Projekte und Interpretationen entwickeln und am Ende des Prozesses im gleichen Raum darlegen. Die zweite Eröffnung ist für den 18.5.2026 geplant. Die Ausstellung wird von David Quigley kuratiert.
21.05.2026, 19:30 Uhr: Lesung von Tina Stroheker
Die Dichterin und Erzählerin Tina Stroheker erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Stipendium der Villa Massimo, Literaturpreis der Stadt Stuttgart, Josef-Mühlberger-Preis, Andreas-Gryphius-Preis u.v.a. Ihr neuer Band: »über & über. Texte mit Anlaß« versammelt Texte aus den letzten zwanzig Jahren, in denen die Autorin ihre Stimme erhebt, Stellung bezieht. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung des Kunst- und Geschichtsvereins mit der Stadtbücherei und der Volkshochschule Geislingen.
14.06. – 19.07.2026: Doppelausstellung: Thomas Bickelhaupt und Erich Lutz; Zeichnungen und Kinetiken
Thomas Bickelhaupt studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1996 ist er Dozent für Kunst an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. Bickelhaupt hat an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen. Der Fokus seiner künstlerischen Tätigkeit liegt auf der Zeichnung. In seinen Werken entfaltet sich ein vielschichtiges Spiel grafischer Überlagerungen. Viele seiner Zeichnungen entwickeln sich kontinuierlich weiter und wachsen zu großformatigen Polyptychen heran.
Erich Lutz war von 1985-2014 technischer Lehrer und Werkstattleiter an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, von da an beschäftigte er sich mit kinetischen Objekten. Seine lyrisch-kinetischen Objekte hat Lutz selbstgefertigt. Technisch-mechanische Abläufe werden in zartgliedrige, verspielte Bewegungsabläufe übertragen, die durch ihre Herauslösung aus ihrem gängigen Kontext eine nahezu besänftigende Wirkung erzeugen.
20.09. – 01.11.2026: Wolfgang Gäfgen »in memoriam«
3 Institutionen, 2 Orte, 1 Ausstellung – die Wolfgang Gäfgen Stiftung, der Kunst- und Geschichtsverein Geislingen und der Kunstverein Eislingen präsentieren diese Doppelausstellung, die mit einer Doppelvernissage eröffnet wird und zwar am Samstag, dem 19.09.2026, um 15 Uhr im Kunst- und Geschichtsverein Geislingen und um 19 Uhr im Kunstverein Eislingen.
Wolfgang Gäfgen (*1936 in Hamburg, †2024 in Esslingen am Neckar) arbeitete in den bildnerischen Ausdrucksmedien von Zeichnung, Holzdruck, Papierschnitt und Fotografie. Er lebte und arbeitete in Stuttgart und parallel von 1961–2012 in Paris. Von 1983–2002 lehrte er als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und prägte viele Künstler/innen der nachfolgenden Generationen. Seit den 1960er-Jahren war er präsent in deutschen und französischen Galerien wie Museumsinstitutionen und international renommierten Ausstellungen wie der documenta 6 in Kassel.
Wolfgang Gäfgen wäre 2026 neunzig Jahre alt geworden; Grund genug an diesen wichtigen Künstler und sein vielschichtiges Gesamtwerk zu erinnern, weshalb diese 3 Institutionen kooperieren: Die beiden Ausstellungen widmen sich jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten des Werks von Gäfgen, sie verzahnen und ergänzen sich und nehmen über Referenzwerke auch direkt Bezug aufeinander. Das Ausstellungsprojekt wird von der SV SparkassenVersicherung unterstützt und gefördert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Die Weihnachtsausstellung wird am 4.12.2026 eröffnet.
Darüber hinaus findet die Reihe „Alter Bau – jung und bunt!“ ihre Fortsetzung: Das vom Deutschen Museumsbund („Museum macht stark“) geförderte Projekt ermöglicht Schüler/innen der Uhlandschule eine kreativ-spielerische Erkundung zeitgenössischer Kunst. Das Projekt wird betreut und durchgeführt von Verena Menzel und Stefanie Nahler.
Allgemeine Hinweise: Die Kunstausstellungen werden am Ausstellungssonntag um 11.00 Uhr eröffnet, eine Ausnahme bildet in diesem Jahr die Wolfgang-Gäfgen-Ausstellung (s.o.). Die Weihnachtsausstellung wird am ersten Freitag im Dezember um 19.00 Uhr eröffnet; Öffnungszeiten der Galerie im Alten Bau sind täglich, außer montags, von 14.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt in die Galerie im Alten Bau ist frei. Sie befindet sich im Erdgeschoss und ist dank einer Rampe für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Stefan Renner

Wolfgang Gäfgen, „Ohne Titel“, 2003, Holzdruck und Schablone auf Papier, 198 x 107 cm;
diese Fotografie zeigt eine der Arbeiten Gäfgens, die ab September im Kunst- und Geschichtsverein Geislingen und im Kunstverein Eislingen gezeigt werden. Das Ausstellungsprojekt wird von der SV SparkassenVersicherung unterstützt und gefördert.

Erich Lutz: Stubenflieger, kinetische Objekte